Mit dem Rad ans Nordkap
(BOX-Ausgabe Herbst 2005)
Es ist eine Binsenwahrheit: Wer eine Reise macht, hat viel zu erzählen. Der Leibnitzer Geschäftsmann Erich Kapeller startete am 1. Mai dieses Jahres zu einer abenteuerlichen Radtour, die ihn bis ans Nordkap und wieder retour führte. „Ein wunderschöner Traum ist wahr geworden“, so der sportlich-drahtige 65jährige Südsteirer, der mit berechtigtem Stolz die wichtigsten Eckdaten seines Radabenteuers aufzählt. Unglaubliche 11.420 Kilometer bewältigte er in 109 Tagen und saß insgesamt 850 Stunden im Sattel. Sein 27-Gang-Mountainbike, aufpoliert mit Kotblech und strapazfähigem Gepäcksträger und 30 kg Gepäck ließ ihn fast nie im Stich. Nur einen Patschen, zwei Schaltseile und einen Zahnkranz galt es zu reparieren. Die Route führte ihn über Ungarn, Slowakei, Polen quer durch die drei baltischen Staaten. Von Tallin aus ging es dann mit der Fähre nach Helsinki und weiter bis ans Nordkap, dem nördlichsten Punkt Europas. Dort erlebte er die Mitternachtssonne in voller Schönheit. „Ein spektakuläres Erlebnis.“ Erich Kapeller gönnte sich bei seinem Radmarathon nur einen „Urlaubstag“. Beim Rückweg besuchte er in Stockholm noch das Wasa-Museum, ansonsten trat er jeden Tag kräftig in die Pedale, nächtigte auf Campingplätzen, Hütten und Hotels, ehe er über Deutschland wieder seine Heimatstadt Leibnitz erreichte.