Manfred Schubert Zsilavecz
Il Professore
Es ist das, was man landläufig eine Erfolgsstory nennt: vom guten Schüler einer Kleinstadt bis zum hochbezahlten Universitätsprofessor. Die Story hat einen Namen: Manfred Schubert Zsilavecz aus Leibnitz.
Die Zeit von Manfred Schubert-Zsilavecz ist knapp bemessen, sein Arbeitspensum unglaublich: bis zu 16 Stunden widmet sich der geborene Leibnitzer seiner Arbeit. Das Gefühl, ständig an Grenzen zu stoßen, Ideen und Philosophien, von deren Sinnhaftigkeit, ja Notwendigkeit er überzeugt ist, wirkt motivationsfördernd: „Man will ja was weiterbringen.“ Volks- und Haupschule in Leibnitz, BORG Bad Radkersburg mit Maturaabschluss, Studium der Pharmazie an der Karl-Franzens-Universität Graz, Sponsion zum Magister der Pharmazie und mit unglaublichen 27 Jahren, Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften. Das ist, kurz gefasst, die „Schöpfungsgeschichte“ von Schubert-Zsilavecz.
Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz hat sich der Grundlagenforschung verschrieben, ohne die es keine therapeutische Weiterentwicklung in der Medizin geben würde. Menschheitsgeißeln wie Krebs, Aids oder Osteoporose – um nur einige „prominente“ Beispiele zu nennen – sind Krankheiten, deren Gefährlichkeit seit langem feststehen. Wissenschafter wie Manfred Schubert-Zsilavecz wiederum erforschen permanent neue Wege zur therapeutischen Behandlung solcher Krankheiten. Die Basis seiner Forschungsarbeit ist die Naturwissenschaft.
Johann-Wolfgang-Göthe-Universität Frankfurt am Main. Seit kurzem hat Manfred Schubert-Zsilavecz ein weiteres Betätigungsfeld. Der Steirer, seit 1997 Professor für Pharmazeutische Chemie an der Uni Frankfurt, Studiendekan des Fachbereiches Chemische und Pharmazeutische Wissenschaften, ist einer der Gesellschafter eines neuen wissenschaftlichen Projektes in Deutschland, das unter dem Namen Phenion firmiert. Für Manfred Schubert-Zsilavecz und fünf weitere Wissenschafter ist es eine neue Herausforderung neben ihrer Tätigkeit als Universitätsprofessoren. Der deutsche Waschmittelkonzern Henkel investiert in den kommenden fünf Jahren 25 Millionen D-Mark in die Forschung, dabei werden die universitären Einrichtungen in Frankfurt in die Forschungskooperation eingebunden. Die Professoren wiederum bringen ihr Fachwissen aus den Bereichen Chemie, Biochemie, Biologie, Medizin und Pharmazie ein. Der Multi hat dabei neue Geschäftsfelder im Visier, während den Wissenschaftlern ein ordentliches Budget für ihre Forschungsarbeit zur Verfügung steht. Zusätzliche 15 Millionen D-Mark an Forschungsgeldern kommen vom Bund. In der neuen Biotechnologie-Firma Phenion sollen vor allem Forschungen aus den Bereichen Haut, Hautalterung und künstliche Hautplantate durchgeführt werden. Das Betätigungfeld der Forscher ist breit gefächert und für einen Laien nahezu unübersehbar. Univ.-Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz sieht in seiner Arbeit auch einen der letzten Abenteuerjobs.
Für Manfred Schubert-Zsilavecz, Vater dreier erwachsener Kinder in Leibnitz, gibt es verschiedene Triebfedern des beruflichen Erfolges – eine ist mitunter das Bestreben, die eingesetzte materielle und geistige Energie effizient und schnell zu nutzen. Mit 33 Jahren habilitierte der heute 40jährige zum jüngsten Professor der Uni Graz aus dem Fach „Pharmazeutische Chemie“ und folgte im Jahr 1997 der Berufung als Professor an die Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ein äußerst lukratives Angebot eines japanischen Pharmakonzers schlug der Südsteirer vor kurzem aus. Es ist müßig, alle Forschungsaufenthalte, Lehrstuhlvertretungen, Gastprofessuren und Auszeichnungen des Leibnitzers aufzuzählen. Ein schönes Kompliment für den Steirer ist aber die Berufung in den Vorstand der deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft. Diese Ehre wurde noch keinem Österreicher vor ihm zuteil.