Malta & Gozo

 

Geografische Brücke zwischen Europa und Afrika – Malta, Gozo und drei weitere Inselchen bilden die Republik Malta als neuestes EU-Mitglied.

 

Nur 93 Kilometer von Sizilien entfernt, im Zentrum des Mittelmeeres, liegt die Republik Malta, einer der Neuzugänge in der Europäischen Gemeinschaft. Tatsächlich sind es fünf Inseln, die einverleibt wurden: die Hauptinsel Malta, die „kleine Schwester“ Gozo, genau zwischen den beiden liegend Comino und die zwei unbewohnten Inseln St.Pauls Island und Cominotto. Die Insel Malta ist winzig, nur 27 km lang und 15 km breit, aber sie ist ein grosses uraltes Kulturland. Davon zeugen gewaltige steinzeitliche Megalith-Kulturen aus der Zeit um etwa 4000 v.Chr.,die somit älter sind als die Pyramiden Ägyptens. Kulturelle Spuren der Phönizier, Karthager, Araber, Byzantiner  und Römer prägen die Insel. Im Mittelalter errichteten die von den Türken aus Rhodos vertriebenen Joanniter ihre Festungen, die noch heute das Panorama der Hauptstadt La Valletta bilden. Die gewaltigen Bastionen der Stadtmauern bieten einen großartigen Ausblick auf die Naturhäfen, die La Valletta auf zwei Seiten begrenzen.

Von 1800 bis 1964 war Malta Kronkolonie der Engländer und der britische Einfluss ist unverkennbar: neben Maltesisch ist Englisch Amtssprache und auch der Verkehr rollt links! Ungeübten Autofahrern sei geraten, in den bunten Bussen, ebenfalls Relikte der Briten, die Insel zu erkunden. Die Verbindungen sind gut, die Preise niedrig! In Malta, eher als Städtereise denn als ein Badeurlaub zu buchen, wachsen die vielen kleinen Orte immer mehr nahtlos zusammen, man hat hier die größte Siedlungsdichte Europas. Flüsse und Berge gibt es nicht, die höchste Erhebung liegt nur 257 Meter über dem Meeresspiegel. Das Freizeitangebot mit Halbtags- und Ganztagsausflügen ist vielfältig. Valletta und seine nahe Umgebung sind ideal für einen „Wochendausflug“. Die vielen bunten Holzbalkone in Valletta sind Zeichen des Wohlstandes, die Insel ist unbewaldet und Holz musste schon im Mittelalter importiert werden.

Eines der beliebtesten Ziele ist der malerische Inselhafen im Osten mit dem fast unaussprechlichen Namen Marsaxlokk. Hier liegen viele bunte Fischerboote, die sogenannten „Luzzi“, mit den für sie typischen aufgemalten Augen, die schon zur Zeit der Phönizier das Böse fernhalten sollten. Sehenswert sind auch Maltas Kirchen, die sich an Größe und Höhe der Kuppeln gegenseitig zu übertreffen scheinen und die gigantische Kunstschätze beherbergen. Wer viel Zeit hat, kann an jedem Tag des Jahres eine andere besuchen – nur die 366. für das Schaltjahr fehlt noch! Ein unbedingtes Muß ist auch ein Besuch in der alten Hauptstadt Mdina. Hier steht die Zeit still, der Autoverkehr ist aus der Stadt verbannt, es herrscht beschauliche Ruhe. In traumhaften Lokalen und 5-Sterne-Hotels in alten Gemäuern verwöhnen die Malteser ihre Besucher. Den Norden der Insel prägt eine herbschöne Landschaft mit Weizenfeldern und Feldfrüchten.

Mit der Fähre nach Gozo erlebt man 30 Minuten Schifffahrt vom Feinsten. Vorbei an der Insel Comino, entlang felsiger Küsten mit unzähligen Wachtürmen und im glasklaren Wasser steuert das Schiff den Hafen Mgarr an. Über der Hauptstadt Victoria thront die Zitadelle, eine befestigte Burgstadt mit herrlicher Aussicht auf die Bucht von Marsalforn im Norden. Hier gibt es auch die feinsandigen Strände für Malta-Urlauber, die bei subtropischem Klima und mit feinster mediterraner Küche genussvolle Badeferien verbringen möchten.

 

Text & Fotos: Peter Philipp

 


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