Bergsieger
Er hat sich an Meilensteinen orientiert, kann den richtigen Weg kaum mehr verfehlen. Für die Piloten jener Straßenboliden, die beim Bergrallye-Cup um Siege und Punkte fahren, könnte sich so eine Einstellung fatal auswirken. Für sie gelten andere Voraussetzungen: ist das Fahrwerk optimal abgestimmt, hält das exakt schaltbare Sechsganggetriebe was es verspricht, sind die Bremsen okay, bringt der Motor genug Leistung, im welchen Zustand befindet sich die Strecke?
„Die Auseinandersetzung mit all diesen Faktoren ist Arbeit, die Freundschaft mit ihnen ein Vergnügen“, so Hanspeter Laber vom Kötz-Haus-Racingteam. Der leidenschaftliche Rennfahrer aus Gleinstätten, der in dieser Saison in der Über-2-Liter-Königsklasse der Bergrallyewertung nicht mehr zu bremsen ist, hat eine großartige Serie hinter sich. Nach acht Rennen stand er sechsmal als Sieger fest, zweimal gab es Silber. Die Jagdsaison wurde durch ihn praktisch frühzeitig entschieden, der Titel ist ihm auch nach den noch zwei ausstehenden Rennbewerben nicht mehr zu nehmen, sein ärgster Konkurrent Felix Pailer bereits geschlagen. Seit nunmehr 19 Jahren ist Hanspeter Laber ein Fixstarter der Bergrallyewertung und hat bis jetzt noch kein Auto zerstört. Eine fantastische Visitenkarte seines Fahrkönnens.
Ähnlich wie Laber fährt auch Andreas Marko in der 1600-ccm-Klasse seinen Geg- nern um die Ohren und hat seinen Titel ebenfalls vorzeitig ein- gefahren. Mit seinem 240 PS starken Boliden sprintet er aber nicht nur beim Bergrallyecup von Sieg zu Sieg, auch beim internationalen Mobil-Cup war er bereits sechsmal am Siegerpodest zu sehen. Enthusiastisch die Reaktionen seiner Fans: „Andreas beeindruckt. Er besiegt all seine Rivalen und lässt ihnen doch ihren Stolz.“ Ein schönes Kompliment für einen Champion. Karl Kapla.