Bea Zaunschirm

Bea Zaunschirm ist ein Multitalent. Die promovierte Kunsthistorikerin singt nicht nur Chansons, sondern schwingt auch gekonnt den Pinsel.

Im Dezember gab es im Leibnitzer Marenzihaus einen Lieder- und Chansonsabend mit der steirischen Künstlerin Dr. Bea Zaunschirm. Die Veranstaltung war ein stimmungsvoller Streifzug durch die Welt des gesungenen Wortes und gleichzeitig ein gefühlvolles Porträt der Künstlerin, die nicht nur virtuos das Klavier beherrscht, sondern auch als Malerin erfolgreich ihren Weg geht. Bea Zaunschirm misst die Zeit in eigenen Einheiten - sei es als Musikerin oder als Malerin.

"Im alltäglichen Leben gibt es eine Vielzahl wundervoller, oft unscheinbarer Dinge, die es wert sind erzählt zu werden." Diese Herausforderung ist aber nicht das Faszinierende an ihrer Kunst. Es ist die Klangfarbe der Worte, die in ihre Musik einfließt, und die tiefe Erzählkraft ihrer Bilder. Bea Zaunschirm schafft es scheinbar mühelos, ein Chanson auf ihre eigene, sehr dynamische Weise zu interpretieren und trotz alledem mit sehr viel Gefühl auf der Bühne ihr Publikum zu begeistern. "Jerusalem" wiederum ist nicht ein Titel einer ihrer Lieder, sondern eine Mischtechnik auf Leinwand die 1995 nach einem Chanson von Edith Piaf entstand.

Bea Zaunschirm zeigt immer wieder, wie man mit einer Mischung aus Phantasie und Können, Überzeugung und Glaube ein bestimmtes künstlerisches Ergebnis erzielen kann. Es ist vor allem ein Insistieren auf tiefgewurzelte Sichtweisen, das ihr Charakterbild kennzeichnen und von dem sie sich auch nicht abbringen lässt. Sie selbst sieht sich als fernöstlich orientierter Mensch, der im Westen seine Aufgaben zu erfüllen hat. "Das Fühlen, die Sensibilität des Sehens ist vielen bei uns bereits verloren gegangen." Diesen Umständen widmet die Künstlerin mehr Aufmerksamkeit und Malfleiß als sonst einer ihrer Zunft und ihre Lied- und Bildtexte werden oft ein gesundes Wachrütteln "mitten ins Gesicht hinein". Schon allein aus diesen Gründen gibt es für Bea Zaunschirm kein unbedingtes Muss, in der sogenannten "In-Szene" zu reüssieren, denn sie müss-te durch Anpassung dann so sein, wie es einem andere vorgeben. Aber gerade das kommt für die Künstlerin nicht in Frage und so hält sie "überzeugt" an ihren "Überzeugungen" fest. Das macht sie so sympathisch.

Bea Zaunschirm ist Vizepräsidentin des Grazer Kunstvereines Galerie Centrum - Atelier Yin Yang. In der Montanstadt Leoben geboren, lebt und arbeitet sie heute in Graz. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte und Wirtschaftsgeographie an der Karl-Franzens-Universität Graz und ihrer Promotion zum Dr. Phil. schloss sie erfolgreich ein Studium an der Neuen Kunstschule Zürich mit Diplom ab. Bea Zaunschirm ist Trägerin verschiedener internationaler Kunstpreise, erhielt 1995 den Jurypreis der "Art Expo Verona", im Jahr 1996 erste Preise bei den nationalen italienischen Kunstwettbewerben "Filippo de'Pisis" und "Cosme Tura" in Ferrara, sie wurde 1996 bei der "World Expo New York" ausgezeichnet und stellt seit 1984 regelmäßig aus. Eine große Ausstellung ist derzeit in Taiwan in Vorbereitung. Bea Zaunschirms Werke finden sich in vielen internationalen und nationalen privaten und öffentlichen Sammlungen. Musikalisch liegen ihre Wurzeln in ihrer Kindheit, seit 1993 widmet sie sich dem Chanson und seit 1996 tritt sie als Solistin mit Liedern von Edith Piaf, George Moustaki, Jacques Brel sowie eigenen Kompositionen und Texten auf.

 


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